Symptome

Schuppenflechte-Symptome Das sind die typischen Zeichen

Typische Schuppenflechte-Symptome sind entzündlich gerötete, schuppende Hautstellen, die oft mit Juckreiz und Brennen einhergehen. Auch schmerzhafte Risse der betroffenen Hautareale können auftreten.

Am häufigsten betroffen sind die Außenseiten von Knie und Ellenbogen, die Kreuzbeinregion sowie die behaarte Kopfhaut und die Haut hinter und in den Ohren. Aber auch an Nägeln und Gelenken können Schuppenflechte-Symptome auftreten.

Die gewöhnliche Schuppenflechte ist gekennzeichnet durch Entzündungen von Hautstellen und einer beschleunigten Vermehrung von Hautzellen in dem betroffenen Areal. Dort bilden sich die typischen Schuppenflechte-Symptome: Scharf begrenzte Hautrötungen mit silbrig-weißen Schuppen, die mit Juckreiz einhergehen können. Aber auch andere Symptome, wie eine Beteiligung der Nägel oder Gelenke, können auftreten.

Die Psoriasis vulgaris-Symptome zeichnen sich durch deutlich sichtbare Hautveränderungen aus: Die betroffenen Patienten leiden unter starker Schuppenbildung, Juckreiz, Brennen und Schmerzen.1,2

Diese Hautveränderungen werden auch Plaques genannt und sind sehr typisch für eine Psoriasis. Sie lassen daher häufig eine Diagnosestellung per Blickdiagnose zu, können jedoch in seltenen Fällen mit einer Pilzinfektion der Haut oder einem Ekzem verwechselt werden.3

Je nach Schwere der Beschwerden unterteilen Mediziner leichte und mittelschwere bis schwere Schuppenflechte-Verlaufsformen. Als grobe Richtlinie gilt:

  • Bei einer leichten Verlaufsform treten die Symptome auf weniger als zehn Prozent der Gesamthautfläche des Körpers auf - was weniger als zehn Handtellern (Innenfläche der Hand) des Patienten entspricht.
  • Von mittelschweren bis schweren Formen spricht der Hautarzt, wenn mehr als zehn Prozent der Hautfläche betroffen ist - was mehr als zehn Handtellern des Patienten entspricht. Oder wenn die Haut an besonders sichtbaren Stellen wie dem Kopf oder den Händen entzündet ist und die Krankheitszeichen die Patienten sehr stark belasten.

Etwa ein Drittel der Menschen mit Schuppenflechte leidet unter mittleren bis schweren Verlaufsformen.

Die Schuppenflechte kann die gesamte Haut befallen. Am häufigsten sind jedoch betroffen:

  • Außenseiten der Knie und der Ellenbogen
  • Kreuzbeinregion
  • Kopfhaut
  • Haut hinter und in den Ohren

Der Fachmann spricht hier von sogenannten „Prädilektionsstellen“. Die veränderten Hautareale werden auch als Plaques bezeichnet: Begrenzte, erhabene Stellen mit groben, silbrig-weißen Schuppen sind das typische Erscheinungsbild der gewöhnlichen Schuppenflechte.

Hinzu kommt eine klar umrissene Rötung der betroffenen Stellen, die durch einen entzündlichen Prozess in der Haut verursacht wird. Die betroffenen Bereiche schmerzen oftmals so stark, dass die Lebensqualität der betroffenen Patienten erheblich beeinträchtigt wird.

Einen Überblick zu den Aspekten der Schuppenflechte bekommen Sie in diesem Video

Bei etwa jedem zweiten Schuppenflechte-Patient verändern sich im Laufe der Erkrankung auch die Finger- und Fußnägel. Sie können sich gelblich oder weißlich verfärben und verdicken.

Zudem bekommen die Nägel bei einer Nagelpsoriasis häufig Risse und Rillen. Die betroffenen Nägel können sich auch vom Nagelbett lösen oder brüchig werden.

Etwa 30 Prozent der Psoriasis-Patienten erkranken zusätzlich an einer Psoriasis-Arthritis.4 Bei der Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine entzündliche Langzeiterkrankung, die den Bewegungsapparat betrifft. Zu den Symptomen zählen:

  • Gelenkschmerzen
  • Schwellungen an den Fingern und Zehen
  • Schmerzhafte Veränderungen an den Sehnen

Die zugrundeliegende Entzündung kann zu bleibenden Gelenkschäden führen.5 Die Schuppenflechte-Symptome dieser besonderen Verlaufsform können bei den betroffenen Patienten mit erheblichen Einschränkungen der Gelenke einher gehen, so dass die Patienten körperlich nicht mehr in der Lage sind, die Aufgaben des Alltags zu bewältigen.5

PASI steht für Psoriasis Area and Severity Index - mithilfe dieses Index lässt sich sowohl der Schweregrad der Schuppenflechte-Symptome als auch die Verbesserung durch die jeweilige Behandlung bewerten. Dabei ist die Einschätzung des Schweregrades maßgeblich für die Behandlung, die der Hautarzt anwenden darf.

Hierzu wird der Körper in vier Areale eingeteilt: Kopf, Rumpf, Arme und Beine. Für diese Areale werden jeweils Schwere und Ausdehnung der Psoriasis-Symptome erfasst und zu einem Gesamtwert von 0 bis 72 addiert. Ab einem PASI von 10 liegt eine mittelschwere bis schwere Form der Schuppenflechte vor.

Bei der Bestimmung des Schweregrads sollte zusätzlich die Lebensqualität des Betroffenen einfließen, die anhand des Dermatology Life Quality Index (DLQI-Test) ermittelt werden kann.

Dabei handelt es sich um einen Patientenfragebogen, der anhand von zehn Fragen die Einflüsse der Schuppenflechte auf die Lebensqualität ermittelt. Möglich sind Werte zwischen 0 und 30, wobei ein niedrigerer Wert für eine bessere Lebensqualität steht. Ein Wert über 10 kennzeichnet eine mittelschwere bis schwere Schuppenflechte, ein Wert über 5 unter einer Behandlung sollte nach einiger Zeit zu einem Wechsel der Therapie veranlassen.6

PASI und DLQI sind international etablierte Verfahren zur Bestimmung des Schuppenflechte-Schweregrads. Sie wurden in einem sogenannten europäischen Konsensus von Medizinern zahlreicher europäischer Staaten entwickelt und anerkannt.

Schuppenflechte und Juckreiz:Warum die Haut bei Psoriasis juckt

Für rund 80 Prozent aller Patienten mit Schuppenflechte ist Juckreiz ein ständiges Begleitsymptom - für viele ist es sogar das unangenehmste an ihrer Hautkrankheit.

Um einen ausgeprägten Schuppenflechte-Juckreiz zu lindern, kann der Arzt eine medikamentöse Therapie verordnen - aber auch die richtige Hautpflege ist wichtig.

Weiterlesen

Quellen:
  • 1. Nestle FO, Kaplan DH, Barker J., N Engl J Med 2009; 361(5):496-509
  • 2. Shields AL, JAAD 2011 64:2(suppl 1):AB162
  • 3. Herrier R., Am J Health-Syst Pharm 2011; 68:795-806
  • 4. Gladman DD, Antoni C, Mease P, et al. Psoriatic arthritis: epidemiology, clinical features, course, and outcome. Ann Rheum Dis. 2005;64:ii14-ii17.
  • 5. Mease PJ, Armstrong AW. Managing Patients with Psoriatic Disease: The Diagnosis and Pharmacologic Treatment of Psoriatic Arthritis in Patients with Psoriasis. Drugs. 2014; 74:423-441.
  • 6. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris. Download: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-001l_S3_Psoriasis_vulgaris_Therapie_01_abgelaufen.pdf. Zugriff am 25. September 2015.