Formen - Psoriasis-Arthritis

Psoriasis-Arthritis:Wenn Schuppenflechte die Gelenke angreift

Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die zu Schmerzen, Steifheit und Schwellungen führt. Sie kann Gelenke zerstören und deformieren.

Bei 60 Prozent der Patienten tritt die Psoriasis-Arthritis auf, nachdem sie bereits viele Jahre unter einer Plaque-Psoriasis leiden. Bei etwa zehn Prozent beginnt die Erkrankung ohne die typischen Hautsymptome, was die Diagnostik erschwert.

Schuppenflechte ist nicht nur eine Erkrankung der Haut, auch die Gelenke können sich chronisch entzünden: Eine Psoriasis-Arthritis (oder Arthritis psoriatica) entwickelt sich bei bis zu 30 Prozent aller Schuppenflechte-Betroffenen.1 Werden befallene Finger und Zehen nicht rechtzeitig behandelt, können die Gelenke durch den Entzündungsprozess dauerhaft geschädigt werden.

Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die zur Gruppe der Spondyloarthritiden gehört. Diese Erkrankungen lassen sich durch das Fehlen von Rheumafaktoren und Rheumaknoten von anderen rheumatischen Erkrankungen abgrenzen.

Bei etwa 60 Prozent der Menschen mit Psoriasis-Arthritis tauchen die Gelenkbeschwerden erst viele Jahre nach den Hautveränderungen auf, doch bei etwa zehn Prozent sind zuerst die Gelenke betroffen und die typischen Hautveränderungen fehlen.2 In diesen Fällen ist die Diagnose schwierig, da die Beschwerden mit anderen rheumatischen Erkrankungen verwechselt werden können.

Die Symptome der Psoriasis-Arthritis können in jedem Alter auftreten, vor allem sind jedoch Erwachsene betroffen - typischerweise entwickelt sich die Erkrankung bei Personen zwischen 35 und 55 Jahren.3

Die Psoriasis-Arthritis befällt am häufigsten die kleinen Gelenke der Finger und der Zehen. Besonders deren Endglieder werden in Mitleidenschaft gezogen. Charakteristisch für die Psoriasis-Arthritis ist die sogenannte Daktylitis - dabei sind alle Gelenke und Weichteile eines Fingers entzündet und geschwollen.

Aber auch die großen Gelenke wie Knie, Hüfte oder Schulter sowie die Wirbelsäule können betroffen sein. Gelenkschmerzen, Steifheit und Schwellungen der betroffenen Gelenke führen zu erheblichen Einschränkungen, sodass die Betroffenen oft nicht mehr in der Lage sind, ihren alltäglichen Aufgaben nachzugehen.4

Darüber hinaus kann die Psoriasis-Arthritis unbehandelt zu einer Zerstörung der Gelenke und zur Entstehung von bleibenden Missbildungen (Deformationen) führen.

Die Beschwerden treten besonders nachts und frühmorgens auf - beim Aufwachen sind die Gelenke steif und unbeweglich. Neben Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt die Erkrankung zu einer psychischen Belastung, die Depression und soziale Isolation zur Folge haben kann.

Zu Beginn der Behandlung werden bei der Arthritis psoriatica häufig sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika eingesetzt, die gleichzeitig gegen Schmerzen und Entzündungen in den Gelenken, nicht aber gegen die Hauterkrankung wirken. Diese Medikamente enthalten kein Kortison. Zu ihnen gehören beispielsweise die Wirkstoffe Diclofenac und -Ibuprofen.

Wenn diese Medikamente die Symptome nicht mehr ausreichend verbessern, kann auch Kortison eingesetzt werden.

Da diese Substanzen nur gegen die Gelenkbeschwerden der Psoriasis-Arthritis und nicht gegen die Krankheitszeichen der Schuppenflechte wirken und oft keine ausreichende Linderung verschaffen, wird häufig eine Behandlung mit innerlich aufzunehmenden Medikamenten nötig.

Da gibt es einerseits konventionelle Basismedikamente wie Ciclosporin oder Methotrexat, andererseits sehr schnell wirksame und vergleichsweise gut verträgliche Biologika.5 Beide Gruppen helfen sowohl gegen die Gelenkbeschwerden als auch gegen die Hautveränderungen.

Biologika entfalten jedoch ihre Wirkung nicht im gesamten Organismus, sondern genau dort, wo die Entzündungsprozesse der Psoriasis-Arthritis entstehen.

Quellen: