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Ist Schuppenflechte ansteckend?Antworten auf häufige Fragen

Ist Schuppenflechte ansteckend? Vererbbar? Heilbar? Wie genau sieht die Krankheit überhaupt aus? Diese Fragen stellen sich viele Betroffene und ihre Angehörigen. Hier gibt es die Antworten.

Nein. Niemand kann sich an Schuppenflechte anstecken. Denn die Krankheit wird nicht durch Erreger wie Viren, Bakterien, Parasiten oder Pilze übertragen. Sie wird durch eine genetische Veranlagung verursacht, die zu einer krankhaften Immunreaktion des Körpers führt.

Lesen Sie weitere Details unter Schuppenflechte-Ursache - Warum ausgerechnet ich?

Ja, zumindest die Veranlagung, die Krankheit zu entwickeln, kann nach heutigem Wissen vererbt werden. Wenn ein Elternteil an Schuppenflechte leidet, beträgt das Erkrankungsrisiko bei seinem Kind statistisch gesehen rund 30 Prozent. Sind beide Eltern betroffen, sind es bis zu 70 Prozent. Bei rund 40 Prozent aller Psoriatiker sind weitere Fälle in der Familie bekannt.1 Allerdings: Ob, wann und in welcher Form die Schuppenflechte auftritt, ist nicht vorhersehbar.

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Am häufigsten zeigt sich Schuppenflechte zunächst als rötlicher Fleck, der plötzlich auf der Haut erscheint. Oder es treten mehrere Flecken gleichzeitig an unterschiedlichen Körperstellen auf. Allmählich vergrößern sich diese entzündeten Hautrötungen, oft zu großflächigen Plaques. Auf ihnen bilden sich trockene Schuppen, die silbrig glänzen.

Da einige ähnlich aussehende Hautausschläge übertragbar sind, dachte man in früheren Zeiten fälschlicherweise, dass auch Schuppenflechte ansteckend sei.

Allerdings handelt es sich bei Schuppenflechte um eine Systemerkrankung, die nicht nur die Haut, sondern den ganzen Körper betrifft. Neben der Plaque-Psoriasis gibt es weitere Erkrankungsformen, die andere sichtbare Symptome hervorrufen. So deformiert die Psoriasis-Arthritis die Gelenke, bei der Nagelpsoriasis werden die Finger- und Zehennägel angegriffen, und bei der Psoriasis pustulosa entstehen kleine Eiterbläschen.

Lesen Sie weitere Details unter Schuppenflechte-Symptome Das sind die typischen Zeichen.

Eine Schuppenflechte ist nicht heilbar, doch sie lässt sich behandeln. Als oberstes Ziel gilt dabei, die Beschwerden deutlich zu verbessern oder sogar komplett verschwinden zu lassen. Die genetische Veranlagung bleibt aber bestehen, weshalb ein erneutes Auftreten jederzeit möglich - und leider auch sehr wahrscheinlich - ist. Lediglich bei etwa zehn Prozent der Betroffenen verschwindet die Psoriasis nach wenigen kurzen Schüben für immer.

Lesen Sie weitere Details unter Schuppenflechte-Behandlung: Welche Therapie hilft bei Psoriasis?

Schuppenflechte ist eine weit verbreitete Krankheit, rund 125 Millionen Menschen sind weltweit betroffen. Frauen etwa genauso häufig wie Männer. Allerdings erkranken vor allem hellhäutige Mittel- und Nordeuropäer - Asiaten und Afrikaner viel seltener. In Deutschland sind laut Schätzungen etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung erkrankt, also etwa zwei Millionen Menschen. In den USA gehen Studien sogar von einer Quote von vier bis fünf Prozent aus.

Um das Risiko akuter Krankheitsschübe zu verringern, sollten Betroffene einen möglichst gesunden Lebensstil pflegen. Vermieden werden sollten etwa Rauchen sowie übermäßiger Alkoholkonsum - beides kann Schübe auslösen und bestehende Beschwerden verschlimmern. Auch Übergewicht gilt als ein Risikofaktor.

Außerdem ist - neben der medikamentösen Therapie - die tägliche Hautpflege bedeutsam: Da die Haut von Psoriatikern meist sehr trocken ist, muss sie regelmäßig mit Feuchtigkeit versorgt werden. Ohne bewährte Pflege- und Hausmittel steigt die Gefahr, dass sich neue Plaques bilden.

Lesen Sie weitere Details unter Schuppenflechte-Auslöser: Was einen Schub hervorrufen kann und Schuppenflechte-Hausmittel für die tägliche Pflege.

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