Ratgeber - Partnersuche

Partnersuche mit Psoriasis:Wie finde ich das Liebesglück?

Psoriasis-Betroffene auf Partnersuche brauchen ein gesundes Selbstwertgefühl. Doch oft ist es angekratzt und muss gestärkt werden, damit das Flirten leichter fällt.

Wer im Alltag regelmäßig unter die Leute geht und Kontakte pflegt, lernt schnell nette Menschen kennen. Mit der Krankheit sollte offen umgegangen werden.

Die Suche nach einem Beziehungspartner ist eine knifflige Aufgabe - das gilt für Menschen mit und ohne Schuppenflechte. Wer an einer Hautkrankheit leidet, ist aber oft von starken Selbstzweifeln geplagt. Häufige Fragen sind: Wie bringe ich den Mut zum Flirten auf? Wo lerne ich nette Menschen kennen? Und wie erkläre ich meinem Schwarm, dass ich Psoriasis habe?

Wer sich auf Partnersuche begibt, sollte ein gesundes Maß an Selbstvertrauen mitnehmen. Dann fällt das Flirten leichter, man kommt schneller mit anderen Menschen ins Gespräch, und das eigene Auftreten wirkt überzeugender, attraktiver.

Wer an einer chronischen Hautkrankheit leidet, hat jedoch oft mit Selbstzweifeln zu kämpfen: Wie reagieren andere Menschen auf die roten Flecken? Sind ihre Blicke abfällig gemeint?

Deshalb sollten Psoriasis-Betroffene auf Partnersuche zunächst ihr möglicherweise angekratztes Selbstwertgefühl stärken - folgende Ratschläge helfen dabei:

  • Machen Sie sich Ihrer Stärken bewusst: Denken Sie ausgiebig darüber nach, was Sie gut können und welche positiven Eigenschaften Sie haben. Notieren Sie die Punkte, die Sie über einen längeren Zeitraum hinweg sammeln, auf einer Liste - sie wird Ihnen ganz bestimmt neues Selbstvertrauen verleihen.
  • Achten Sie auf sich selbst: Eine Schuppenflechte kann einen ganz schön runterziehen - sorgen Sie dafür, dass man es Ihnen nicht ansieht. Haben Sie Spaß daran, sich schick anzuziehen, Ihren Körper zu pflegen und selbstbewusst unter die Leute zu gehen! Das sind nicht bloß Äußerlichkeiten - es tut auch der Seele gut.
  • Sprechen Sie mit Vertrauenspersonen über Selbstzweifel: Wenn Ängste, Sorgen und Mutlosigkeit aufziehen, hilft meist schon ein offenes Gespräch mit einem guten Freund oder einem Familienmitglied, um sie wieder zu vertreiben. Werden Sie die trüben Gedanken dennoch nicht los? Dann holen Sie sich professionelle psychologische Unterstützung, um neue Lebensfreude zu gewinnen - und selbstbewusst auf Partnersuche gehen zu können.

Einen Menschen zum Verlieben finden - diesen Wunsch tragen die meisten alleinstehenden Frauen und Männer mit sich herum. Und er ist gar nicht so leicht zu erfüllen, ob man nun Schuppenflechte hat oder nicht. Fast jeder Single fragt sich irgendwann: Wo soll ich mit der Partnersuche anfangen?

Wer seine Selbstzweifel begräbt und unter die Leute geht, findet im Alltag viele Möglichkeiten, um neue Menschen kennenzulernen:

  • Berufsleben und Freundeskreis: Ob am Arbeitsplatz unter Kollegen, bei einer Geburtstagsfeier eines Bekannten oder im Café um die Ecke - wer freundlich und offen auf andere Menschen zugeht, gerät häufiger in Situationen, die ein spannendes Gespräch ermöglichen. Und wer weiß, was sich daraus entwickelt…
  • Freizeitaktivitäten: Wer sich dauernd zu Hause einschließt, verpasst seinen Traumpartner womöglich. Wer hingegen ein Hobby mit anderen teilen kann, baut sich schnell einen neuen Bekanntenkreis auf. Zum Beispiel in einem Sportverein, beim Yoga- oder Fremdsprachenkurs.
  • Internet: Die Online-Partnersuche gewinnt immer mehr gesellschaftliche Akzeptanz - im Netz gibt es mittlerweile einige seriöse Partnervermittlungsportale, auf denen sich zahllose Menschen auf der Suche nach ihrem Traumpartner tummeln. Auch Internet-Foren oder soziale Netzwerke wie Facebook bieten durchaus die Möglichkeit, andere Menschen kennenzulernen - und sie anschließend im „richtigen“ Leben zu treffen.

Kaum ist die erste Hürde überwunden und man hat einen netten Menschen kennengelernt, taucht schon die nächste Frage auf: Wie und wann sollte ich von meiner Erkrankung erzählen?

Die eine richtige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Jeder sollte den passenden Zeitpunkt je nach Situation und Gesprächspartner selbst bestimmen. Es ist aber ratsam, die Hautkrankheit nicht zu verschweigen und frühzeitig zu erwähnen. Vielleicht beim zweiten Date, wenn man das Gefühl hat, dass sich eine Beziehung entwickeln könnte.

Eine Möglichkeit besteht darin, die Schuppenflechte nebenbei anzusprechen. Ganz dezent, aber offen und selbstbewusst - zum Beispiel so:

  • „Ich trage gern Kleidung aus leichten und weichen Stoffen. Bei kratzigen Stoffen wie Wolle ist meine Haut schnell gereizt. Da muss ich wegen Schuppenflechte aufpassen.“
  • „Ich rauche nicht und trinke Alkohol eher selten, und dann nur in Maßen. Ich habe ja ein Problem mit Schuppenflechte. Meine Haut verträgt das einfach nicht.“

Klar ist jedenfalls: Betroffene brauchen keine Angst davor zu haben, die Erkrankung anzusprechen. Sie müssen sich auch nicht rechtfertigen oder das Gefühl haben, sich zu „outen“. Schließlich ist eine Psoriasis weder ansteckend noch gefährlich.