Behandlung - Homöopathie

Schuppenflechte:Homöopathie & Co - was leisten Naturheilverfahren?

Als alternative oder ergänzende Therapie können zur Behandlung der Schuppenflechte Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Eigenbluttherapie und Doktor-Fische zum Einsatz kommen.

Die Behandlung mit Naturheilverfahren sollte durch einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker erfolgen, da die Schuppenflechte eine chronisch-entzündliche Systemerkrankung ist, deren naturheilkundliche Therapie viel Erfahrung voraussetzt.

Viele Patienten wünschen sich eine naturheilkundliche Behandlung der Schuppenflechte: Homöopathie, Eigenbluttherapie, Doktor-Fische und Pflanzenheilkunde sind mögliche Therapieansätze. Bei mittelschweren und schweren Formen der Psoriasis kann nicht auf die vom Arzt verordneten Medikamente verzichtet werden. Aber die Naturheilkunde kann begleitend eingesetzt werden.

Homöopathie und Pflanzenheilkunde sind zwei Säulen der Naturheilkunde, die breite Anerkennung finden und nicht nur von Heilpraktikern, sondern auch von Ärzten mit entsprechender Zusatzausbildung angewendet werden. Bei Schuppenflechte kann Homöopathie begleitend zur systemischen Therapie eingesetzt werden.

Das Prinzip der Homöopathie ist, die Substanzen, die beim gesunden Menschen Juckreiz, Rötung, Entzündung und Schuppenbildung hervorrufen, in homöopathischer Verdünnung (Potenzierung) zur Behandlung einzusetzen.

Da die Schuppenflechte eine chronisch-entzündliche Systemerkrankung ist, sollte man zur Behandlung der Psoriasis mit Homöopathie einen erfahrenen Heilpraktiker oder Arzt aufsuchen.

Bei der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) kommen die verschiedenen Zubereitungen aus Pflanzen und Pflanzenteilen zum Einsatz. Diese können als Tee, Tinktur, Salbe oder im Badewasser zur Behandlung der Schuppenflechte verwendet werden.

Enthalten sind Wirkstoffe aus Heilpflanzen wie Aloe Vera, Kamille, Ringelblume, Stiefmütterchen oder Zaubernuss sowie Pflanzen aus anderen Kulturkreisen wie die gemeine Mahonie oder die Indigopflanze.1,2

Die Behandlung durch Kangal-Fische hat ihren Ursprung in einem Kurbad in der Nähe des türkischen Orts Kangal, der den tierischen Helfern ihren Namen gab.

Dort können an Schuppenflechte erkrankte Patienten eine Badekur machen - im 35 Grad warmen, schwefelsalz- und selenreichen Wasser knabbern Hunderte der kleinen Fische die Hautschüppchen der Betroffenen ab. Die Betroffenen baden mehrmals täglich für mehrere Stunden mit den Fischen in einer Wanne - das Ganze für drei bis vier Wochen.3

Durch Thermalwasser, Entspannung, Knabberfische und Sonne lässt sich das Hautbild in vielen Fällen deutlich verbessern. Auch bei einer 2006 in Österreich durchgeführten Pilotstudie konnten diese positiven Effekte erzielt werden.4

Bei dieser Therapie sollte darauf geachtet werden, dass man für die Zeit der Behandlung seine „eigenen“ Fische bekommt, die vor der Kur mehrere Wochen in Quarantäne gehalten wurden, um die Übertragung von Erregern zu vermeiden.

Die Eigenbluttherapie ist ein Verfahren aus dem Bereich der Naturheilkunde, das eingesetzt wird, um das Immunsystem zu modulieren (auszugleichen). Der Behandler entnimmt dem Patienten zunächst eine kleine Menge Blut aus der Vene. Dieses Blut wird anschließend entweder unbehandelt oder mit homöopathischen Injektionspräparaten vermischt wieder injiziert.

Anstelle der Homöopathika kann dem entnommenen Blut vor der Injektion auch Ozon zugesetzt werden. Bei Kindern kann das entnommene Blut in der Apotheke homöopathisch verdünnt werden, sodass die Zubereitung als Tropfen oder Globuli oral eingenommen werden kann. Die Eigenbluttherapie kann sowohl bei der Plaque-Psoriasis als auch bei der Psoriasis-Arthritis als komplementäre (ergänzende) Therapie zum Einsatz kommen.5

Wichtig ist, dass Schuppenflechte-Patienten die Therapie zuvor mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Quellen:
  • 1. S. Meyer et al: Einsatz von Phytopharmaka in der Dermatologie; Der Hautarzt 2005; 56: 483-502.
  • 2. Lin YK et al: The efficacy and safety of topically applied indigo naturalis ointment in patients with plaque-type psoriasis; Dermatology2007;214(2):155-161.
  • 3. Ozcelik S, Polat HH, Akyol M, Yalcin AN, Ozcelik D, Marufihah M.: Kangal hot spring with fish and psoriasis treatment. J Dermatol. 2000; 27(6): 386-390.
  • 4. Grassberger A, Hoch W: Ichthyotherapy as Alternative Treatment for Patients with Psoriasis: A Pilot Study; ECAM Volume 3 (2006);4: 483-488.
  • 5. Krebs H: Praxis der Eigenbluttherapie. 5. Aufl., Elsevier, Urban & Fischer, München 2007.